Grid Plug and Play-Informationen

Geben Sie Informationen an, um eine Namensauflösung im Cluster zu ermöglichen.

Grid Plug-and-Play

Das Oracle Grid Plug and Play Framework stellt eine Betriebsumgebung für Oracle Grid Infrastructure bereit, bei der Sie nicht länger persistente Konfigurationsdaten für jedes Cluster-Member konfigurieren müssen. Mit Grid Plug and Play erfolgt die Clusterkonfiguration für Knoten dynamisch beim Hinzufügen zum Cluster. Das Cluster wird erneut konfiguriert, wenn Knoten aus dem Cluster entfernt werden.

Grid Naming Service (GNS)

Mit Grid Naming Service kann das Cluster Hostnamen und IP-Adressen dynamisch veröffentlichen, während Knoten im Cluster hinzugefügt und entfernt werden. Dies erfordert eine minimale zusätzliche Konfiguration der Netzwerkadressen im DNS.

Zur Verwendung von GNS müssen Sie vor der Installation von Grid Infrastructure den Domain Name Server (DNS) so konfigurieren, dass Anforderungen zur Auflösung von Namen für die Subdomain, die GNS verwaltet, an die virtuelle GNS-IP-Adresse gesendet werden. Im Installationshandbuch für Grid Infrastructure werden die Anforderungen an die DNS-Konfiguration beschrieben.

Bei der Verwendung von GNS müssen Sie eine statische IP-Adresse für die GNS-VIP-Adresse angeben und eine Subdomain delegieren, die an diese statische GNS-IP-Adresse weitergeleitet wird.

Während Knoten dem Cluster hinzugefügt werden, kann der DHCP-Server Ihres Unternehmens dynamisch Adressen für diese Knoten bereitstellen. Diese Adressen werden dann automatisch in GNS registriert. GNS nimmt innerhalb der Unterdomain die Zuordnung zu Cluster-Knotenadressen vor, die mit GNS registriert sind.

Clustername

Geben Sie im Feld "Clustername" den Namen des Clusters ein. Der Clustername dient zur Identifizierung von Member-Knoten in dem von Ihnen erstellten Cluster. Der Standardwert für den Clusternamen basiert auf dem lokalen Knotennamen. Wenn Sie den Vorgabewert des Clusternamens ändern, muss der neue von Ihnen verwendete Clustername im gesamten Unternehmen eindeutig sein.

Clusternamen müssen mindestens ein bis maximal 15 Zeichen lang sein. Beispiel:

sales

SCAN-Name

Der Single Client Access Name (SCAN) ist ein Hostname, der Servicezugriff zu dem Cluster für Clients bereitstellt. Weil der SCAN mit dem Cluster als Ganzem und nicht mit einem bestimmten Knoten verknüpft ist, können mit SCAN Knoten im Cluster hinzugefügt und entfernt werden, ohne dass Clients neu konfiguriert werden müssen. Außerdem gewährleistet SCAN Speicherortunabhängigkeit für die Datenbanken, sodass die Clientkonfiguration nicht davon abhängig ist, auf welchen Knoten eine bestimmte Datenbank ausgeführt wird. Clients können weiter wie in früheren Releases auf das Cluster zugreifen, Oracle empfiehlt jedoch, dass Clients, die auf das Cluster zugreifen, SCAN verwenden.

Der SCAN muss so konfiguriert werden, dass er entweder mit Grid Naming Service (GNS) innerhalb des Clusters oder mit der Domain Name Service-(DNS-)Auflösung zugeordnet werden kann. Der SCAN-Name muss mindestens einer Adresse zugeordnet werden können. Im Hinblick auf hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit empfiehlt Oracle, dass Sie den SCAN-Namen so konfigurieren, dass er drei IP-Adressen zugeordnet wird.

Beispiel: Wenn der Clustername "sales" ist und Sie GNS verwenden möchten, ist der SCAN-Name sales.local. Er wird den IP-Adressen zugeordnet, die von dem DHCP-Server zugewiesen werden.

SCAN-Port

Der Standard-SCAN-Port für die virtuelle SCAN-IP-Adresse ist Port 1521. Sollte er nicht verfügbar sein, kann ein anderer Port verwendet werden. Oracle Universal Installer prüft, ob der angegebene SCAN-Port eine gültige Port-Nummer ist und nicht für andere Zwecke verwendet wird. Nach der Installation horcht ein TNS-Listener auf diesem Port, um auf Clientverbindungen zu diesem SCAN-Namen zu antworten.

Beispiel für GNS-Konfiguration

In der folgenden Tabelle wird dargestellt, wie das System nach der Installation konfiguriert wird, wenn Sie Grid Naming Service (GNS) konfigurieren möchten:

Grid Naming Service – Beispielnetzwerk

Identity Home-Knoten Hostknoten Gegebener Name Typ Adresse Adresse zugewiesen von Zugeordnet von

GNS-VIP

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-gns.example.com

Virtuell

192.0.2.1

Vom Netzwerkadministrator behoben

DNS

Node 1 Public

Knoten 1

node1

node1Fußnote 1 

Öffentlich

192.0.2.101

Fest

GNS

Node 1 VIP

Knoten 1

Gewählt von Oracle Clusterware

node1-vip

Virtuell

192.0.2.104

DHCP

GNS

Knoten 1 Privat

Knoten 1

node1

node1-priv

Privat

192.168.0.1

Fest oder DHCP

GNS

Node 2 Public

Knoten 2

node2

node2Fußnote  1

Öffentlich

192.0.2.102

Fest

GNS

Node 2 VIP

Knoten 2

Gewählt von Oracle Clusterware

node2-vip

Virtuell

192.0.2.105

DHCP

GNS

Node 2 Private

Knoten 2

node2

node2-priv

Privat

192.168.0.2

Fest oder DHCP

GNS

SCAN VIP 1

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan.cluster01.example.com

Virtuell

192.0.2.201

DHCP

GNS

SCAN VIP 2

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan.cluster01.example.com

Virtuell

192.0.2.202

DHCP

GNS

SCAN VIP 3

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan.cluster01.example.com

Virtuell

192.0.2.203

DHCP

GNS


Fußnote 1 Knotenhostnamen können mehreren Adressen zugeordnet werden, einschließlich VIP-Adressen, die aktuell auf diesem Host ausgeführt werden.

Beispiel für manuelle Konfiguration

Die folgende Tabelle enthält die Adressen, die für ein Cluster mit zwei Knoten konfiguriert werden können, wenn GNS nicht verwendet wird, wenn jeder Knoten eine öffentliche und eine private Schnittstelle hat und wenn Sie eine SCAN-Domainadresse festgelegt haben, damit diese in Ihrem DNS einer von drei IP-Adressen zugeordnet wird:

Manuelle Netzwerkkonfiguration – Beispiel

Identity Home-Knoten Hostknoten Gegebener Name Typ Adresse Adresse zugewiesen von Zugeordnet von

Node 1 Public

Knoten 1

node1

node1Fußnote 1 

Öffentlich

192.0.2.101

Fest

DNS

Node 1 VIP

Knoten 1

Gewählt von Oracle Clusterware

node1-vip

Virtuell

192.0.2.104

Fest

DNS und Hosts-Datei

Knoten 1 Privat

Knoten 1

node1

node1-priv

Privat

192.168.0.1

Fest

DNS und Hosts-Datei oder keine

Node 2 Public

Knoten 2

node2

node2Fußnote  1

Öffentlich

192.0.2.102

Fest

DNS

Node 2 VIP

Knoten 2

Gewählt von Oracle Clusterware

node2-vip

Virtuell

192.0.2.105

Fest

DNS und Hosts-Datei

Node 2 Private

Knoten 2

node2

node2-priv

Privat

192.168.0.2

Fest

DNS und Hosts-Datei oder keine

SCAN VIP 1

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan

Virtuell

192.0.2.201

Fest

DNS

SCAN VIP 2

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan

Virtuell

192.0.2.202

Fest

DNS

SCAN VIP 3

Keiner

Gewählt von Oracle Clusterware

mycluster-scan

Virtuell

192.0.2.203

Fest

DNS


Fußnote 1 Knotenhostnamen können mehreren Adressen zugeordnet werden.

Die Adressen, denen die SCAN-Adresse zugeordnet wird, werden von Oracle Clusterware zugewiesen, sie sind daher nicht an einen bestimmten Knoten gebunden. Um ein VIP-Failover zu aktivieren, definiert die Konfiguration aus der vorhergehenden Tabelle die SCAN-Adresse sowie die öffentliche und die VIP-Adresse der beiden Knoten im selben Subnet 192.0.2.


Hinweis:

Alle Hostnamen müssen dem RFC 952-Standard entsprechen, der alphanumerische Zeichen erlaubt. Hostnamen mit Unterstrichen (_) sind nicht zulässig.