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Real Application Clusters-Provisioning: Seite "Erweiterte Konfiguration"

Auf dieser Seite geben Sie Konfigurationsinformationen zur Oracle Clusterware- und Real Application Clusters-Installation an.

Bonding Interface (Private Interconnect)

Wenn Sie auf der Seite "Identifizieren" von "Real Application Clusters-Provisioning" die Erstellung eines Bonding Interface gewählt haben, ist dieser Bereich aktiviert. Er enthält dann die Werte, die Sie beim Erstellen des Bonding Interface angegeben haben.

Geben Sie zum Konfigurieren von Bonding Interfaces folgende Informationen an:

Element Beschreibung
Bonding Device-Name

Gibt den Namen des zu erstellenden Bondings an. Beispiel: bond0

Subnet Mask Gibt die Subnet Mask für die IP-Adresse an. Beispiel: 255.255.255.0
Standard-Gateway Gibt das Standard-Gateway für das Bonding Device an. Beispiel: 10.1.2.3
DNS-Server Gibt die Domain Name Server-(DNS-)Liste für das Bonding Device an. Bei mehreren DNS-Servern sind die Werte durch Kommata zu trennen. Standardwerte werden aus der Datei /etc/resolv.conf abgerufen. Die hier angegebenen Einträge werden hinzugefügt.
Liste der Slave Devices Gibt die Liste der Slave Devices für das Bonding Device an. Bei mehreren Slave Devices sind die Werte durch Kommata zu trennen. Beispiel: eth1,eth2,eth3,
Bonding-Modus

Gibt eine von vier zulässigen Policys für das Bonding-Modul an. Die gültigen Werte für diesen Parameter lauten:

  • 0 (Balance-rr): Legt eine Policy vom Typ "Round-Robin" für Fehlertoleranz und Load Balancing fest. Übertragungen werden sequenziell über die einzelnen Bonding Slave Interfaces empfangen und gesendet, beginnend beim ersten verfügbaren Interface.

  • 1 (Active-backup): Legt eine Policy vom Typ "Active-backup" für Fehlertoleranz fest. Übertragungen werden über das erste verfügbare Bonding Slave Interface empfangen und gesendet. Ein anderes Bonding Slave Interface wird nur verwendet, wenn das aktive Bonding Slave Interface ausfällt.

  • 2 (Balance-xor): Legt eine Policy vom Typ "XOR (exclusive-or)" für Fehlertoleranz und Load Balancing fest. Bei dieser Methode gleicht das Interface die MAC-Adresse des eingehenden Requests mit der MAC-Adresse einer Slave-NIC ab. Wenn dieser Link aufgebaut ist, werden Übertragungen sequenziell gesendet, beginnend beim ersten verfügbaren Interface.

  • 3 (Broadcast): Legt eine Policy vom Typ "Round-Robin" für Fehlertoleranz und Load Balancing fest. Übertragungen werden sequenziell über die einzelnen Bonding Slave Interfaces gesendet, beginnend beim ersten verfügbaren Interface.

Domänenname Gibt den Domänennamen für den zugewiesenen Host-Namen an. Beispiel: foo.com
Primäres Slave Device

Gibt den Interface-Namen, beispielsweise eth0, des primären Device an. Das primäre Device ist das erste zu verwendende Bonding Interface. Nur wenn es ausfällt, wird ein anderes verwendet. Diese Einstellung ist besonders nützlich, wenn eine NIC im Bonding Interface schneller ist und daher größere Lasten bewältigen kann.

Diese Einstellung ist nur gültig, wenn das Bonding Interface im Active-backup-Modus ausgeführt wird.

ARP-Intervall

Gibt (in Millisekunden) an, wie oft die ARP-Überwachung stattfindet.

Wenn Sie diese Einstellung im Modus 0 oder 2 (den zwei Load Balancing-Modi) verwenden, muss der Netzwerk-Switch so konfiguriert sein, dass Pakete gleichmäßig über die NICs verteilt werden. Der Wert ist standardmäßig auf 0 (deaktiviert) eingestellt.

MII-Intervall

Gibt (in Millisekunden) an, wie oft die MII-Link-Überwachung stattfindet. Dies ist nützlich, wenn High Availability erforderlich ist, da mit MII geprüft wird, ob die NIC aktiv ist und ob der Treiber einer bestimmten NIC das MII-Tool unterstützt.

Wird High Availability mit einem Bonding Interface gewährleistet, muss das Modul für jede NIC das MII-Tool unterstützen.

Wenn Sie den Wert auf 0 (Standard) einstellen, wird dieses Feature deaktiviert. Beim Konfigurieren dieser Einstellung bietet sich 100 als Ausgangswert für diesen Parameter an.

MII-Intervall-Herunterfahrenverzögerung Gibt (in Millisekunden) an, wie lange nach einem Link-Ausfall zu warten ist, bevor der Link deaktiviert wird. Der Wert muss ein Vielfaches des im miimon-Parameter angegebenen Wertes sein. Der Wert ist standardmäßig auf 0 (deaktiviert) eingestellt.
MII-Intervall-Hochfahrenverzögerung Gibt (in Millisekunden) an, wie lange zu warten ist, bevor ein Link aktiviert wird. Der Wert muss ein Vielfaches des im miimon-Parameter angegebenen Wertes sein. Der Wert ist standardmäßig auf 0 (deaktiviert) eingestellt.
NTP-Server Gibt den NTP-Server für den zugewiesenen Host-Namen an. Beispiel: 1.2.3.4

Sysctl-Dateikonfiguration

Geben Sie in diesem Bereich den Bearbeitungsmodus für die Systemkonfigurationsdatei und den Speicherort der Referenz-Systemkonfigurationsdatei an, die zum Ändern der Kernel-Parameter verwendet wird. Die Referenzdatei muss an einem gemeinsamen Speicherort verfügbar sein, auf den Oracle Management Service zugreifen kann. Geben Sie als Modus "append" an, um die aktuelle sysctl.conf-Datei hinzuzufügen. Geben Sie "edit" an, um sie zu ändern, und "replace", um sie zu ersetzen. Der Standardmodus lautet "append".

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